Montag, 10. Januar 2011

Insomnia

Es ist so spät... 4 Uhr mittlerweile. Und doch bin ich wach; fand keinen Schlaf. Wer kennt es nicht, manchmal kann man erst ruhen, wenn man sein Werk vollendet hat, und das nun folgende wollte offenbar unbedingt noch vollendet werden...

Ich habe vom Kosmos mir Gnade erbeten
Und Läuterung von seinen stillen Propheten:
Den Sternen, die in der Schwärze thronen.
So wild hat mein Herz in die Leere geschrie'n
Dem Lichtermeer gar seine Stummheit verzieh'n
Um in der Unendlichkeit kurz nur zu wohnen.

Auch möchte der Welt ich die Schmerzen entreißen.
Um lieben zu können gleich Sternen, die gleißen
Muß Kummer ich und Elend spüren.
Ad astra! Dort werden, die Lichter sich nennen
Wenngleich ihre Herzen in Feuerglut brennen
Im kalten Nichts sich nie berühren.

Und wenn ich nun unverrichteter Dinge
Morgen den Weg alles Irdischen ginge
So hätte ich doch eine Ahnung vom Glück!
Der Funken, der moos'ge Ruinen befruchtet,
Zu Schlössern die Trümmerfelder wuchtet
Ließ', Welt, Dich mit zierlicher Hoffnung zurück.

Ich habe die zitternden Augen geschlossen.
Wo Stille sich in mein Herz hat ergossen
Dort reise ich hin. Die Lichtknospe treibt.
Und während die Ruhe mir Schlaflieder singt
Und langsam der Lärm der Gedanken verklingt
Da ist es Dein schläfriger Atem, der bleibt.

(c) Claudia, 2011

1 Kommentar:

  1. Unter Yidel’s vigele
    Shteyt a klor-vayse tsigele
    Dos tsgele iz geforn handlen
    Dos vet zine dayn baruf
    Rozhinkes mit mandlen
    Shlof-zhe, Cellchen, shlof!

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