Freitag, 11. Februar 2011

Ein bißchen Schönheit

Heute möchte ich die Welt darüber in Kenntnis setzen, welche Bilder aus dem Kleinen und dem Großen mir Ehrfurcht einflößen und mein Herz erfreuen.

1 - Makrokosmos


Wirklich wunderschön, Mir gefällt daran, wie "beiläufig" dieses mächtige Konstrukt nicht mal in der Bildmitte schweben muß, um Augen und Herz auf sich zu richten. Wie die Gesetze, die das Weltall, weit weg von jeder Göttlichkeit, beherrschen, ausmachen und formen, solche unvorstellbaren Massen in derlei gleichmäßige und schöne Formen zwängen. Wie physikalische Gesetzmäßigkeiten und chemische Prozesse eine solche Schönheit mitten in den leeren, schwarzen Raum zaubern können. Auch großartig: Im Hintergrund schwirren ganz nebenbei noch viele, viele andere Galaxien herum, jede von ihnen tausende und millionen Male größer als unser lächerliches Sonnensystem...

2 - Mikrokosmos


Dieses schöne Photo der Telophase einer Mitose fasziniert mich auch jedes Mal aufs Neue. Der Vorgang liegt mal eben unserem Leben, unserem Gezeugt-Werden und Wachsen und Fortexistieren zugrunde und findet in all seiner Komplexität so oft und so exakt statt, ist von so vielen Dingen abhängig und trotzdem funktioniert er. Und, wie auch schon beim obigen Bild - geschieht es auch in unendlich kleinen Dimensionen - so sind die Konzertmeister noch immer die unbestechlichen Naturgesetze, die all dies ermöglichen.
Bemerkenswert finde ich im Übrigen auch, wie sehr sich die Szenarien rein optisch manchmal gleichen. Hier beispielsweise haben wir eine weitere Aufnahme einer Telophase, die - nur in sehr viel kleiner - dieser explodierenden Galaxie oder auch dem explodierenden Doppelsternsystem hier bemerkenswert ähnelt. Ist natürlich fürchterlich unwissenschaftlich, aber schön. [Anm.: Natürlich proklamiere ich hier keinerlei Zusammenhang! Ist einfach hübsch :-) ]

3 - ein schöner Zufall


Ein 80 Lichtjahre langer Nebel in Form einer Doppelhelix in der Nähe des Zentrums unserer Milchstraße. Mehr mag ich dazu garnicht sagen. :-)

P.S.: Was mich übrigens schon immer fasziniert hat, war die mikroskopische Aufnahme von Nebenhoden :-D

Kommentare:

  1. [Anm.: Natürlich proklamiere ich hier keinerlei Zusammenhang! Ist einfach hübsch :-) ]

    Diese Anmerkung ist sehr wichtig, den ANGEBLICHE Zusammenhänge, im Sinne von angeblich nicht durch Zufall erklärlichen Ähnlichkeiten, werden von religiösen Spinnern immer gerne für eine "also Gott"-Argument herangezogen.
    Das hier z.B., die angebliche Ähnlichkeit zwischen einem gekauten Kaugummi und einem Embryo, entblödet sich der fundamentalistische Muslmann nicht, als Beweis für das Wirken von diesem Allah-Honk da anzugeben:
    http://www.thekeytoislam.com/de/assets/images/g_embryo_chewed_gum.jpg

    Ja, es ist traurig und arm, ich weiß. Aber man kann nicht vorsichtig genug sein und ich bin sicher, daß die Beispiele im Post dem ein oder anderen Religionserkrankten als "also Gott"-"Beweis" dienen würden, kennte er sie denn...

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  2. Aus genau diesem Grund hab ich das auch geschrieben. Übrigens ist die Kaugummi-Sache doch wohl hoffentlich ein Scherz?! Wäre sonst ein Fall für Captain Headdesk...
    Wunderschön und bemerkenswert ist es trotzdem, und nur eines der vielen schönen Beispiele, wie der Zufall unser und alles Dasein gestaltet und Ehrfurcht einflößt. Das lasse ich mich auch von Hirnlosen nicht verleiden. :) Denn für mich ist das eher ein "Also nicht Gott"-Beweis: wenn der Zufall solche bemerkenswerten und unwahrscheinlcihen Dinge erschaffen, erblasst dagegen die Unwahrscheinlichkeit, die unser Leben jetzt und hier ermöglicht hat. Es zeigt nur einmal mehr, daß Chaos, Zufall und Naturgesetze imstande sind, bemerkenswerte Dinge zu erschaffen, sofern sie genügend Zeit haben. Immer und immer wieder.

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  3. wobei, das möchte ich, um einen beliebten kreationistischen Strohman a priori abzufackeln, hier gleich noch einmal klarstellen, unser Dasein sich vor allem der Evolution verdankt und dieser Prozess ist absolut NICHT zufällig!
    (und nein, liebe Kreationisten, auch nicht geplant, gerichtet oder gesteuert!)

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